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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 
  Firmengründer III

In den Theaterjahren arbeitete Singer immer wieder für seinen älteren Bruder, ob dieser eine Firma besaß ist nicht bekannt, um Geld zu verdienen für seine Theatergesellschaft und um sein nun doch immer ausschweifenderes Leben finanzieren und genießen zu können. In diesen Jahren nahm Singer auch den ersten Kontakt zu Prostituierten auf. Im Jahre 1839 konstruierte er, um die Arbeit seines Bruders zu erleichtern, eine "Gesteinsbohrmaschine", ließ sie patentieren und verkaufte das Patent für $2.000 Dollar. Singers erstes Patent! 10 Jahre später, im Jahre 1849, konstruierte er eine "Maschine für Holz- und Metallbearbeitung", auch diese ließ er patentieren. Er nahm im Jahre 1849 eine Arbeit bei der Firma A.B. Taylor & Company in New York auf, um so die Entwicklung seiner Schnitzmaschine finanzieren zu können. Leider zerstörte eine Dampfkesselexplosion in der Firma gänzlich sein Modell.

In den Jahren von 1844, Bankrott der Theatergesellschaft, bis 1849 nahm Singer verschiedene Jobs an, um sich seinen Lebensstil leisten zu können. Im Jahre 1850, nun schon 39jährig, nahm Singer einen Job in einer Maschinenwerkstatt in Boston, Massachusetts, auf. Die Firma Orson C. Phelps hatte u.a. auch eine Lizenz zur Herstellung von Nähmaschinen der Marke Lerow & Blodgett. Die Nähmaschinen von Lerow & Blodgett waren aber nicht sehr praktisch. Die meiste Zeit war man damit beschäftigt, Nähmaschinen von Kunden zu reparieren.

Nähmaschine:

Die Nähmaschine war also schon erfunden. Einige Chroniken, Biografien usw. sehen in Singer den Erfinder der Nähmaschine. Den Erfinder der Nähmaschine gibt es nicht. Vielmehr ist die Nähmaschine von mehreren Leuten unabhängig voneinander konstruiert worden. Die ersten Patente für solch eine Maschine waren in England 1790, in Österreich 1819, in den Vereinigten Staaten 1826 und in Frankreich 1830 bewilligt worden. Schließlich 1846 wurde ein Patent von Elias Howe, einem Amerikaner, dessen Erfindung schon bis dahin das Beste war, aber noch nicht die Vollkommenheit besaß, bewilligt.

Eines Tages im Jahre 1850 ist Singer gefragt worden, seine Patentierungen und sein Techniktalent waren in der Firma bekannt, ob er Vorschläge machen könnte, die zur Vervollkommnung der Nähmaschine von Lerow & Blodgett beitrugen. Singer meinte, dass er eine Nähmaschine konstruieren könnte, die funktionieren würde.

 

Skeptisch, erwiderte Orson C. Phelps: "Wenn Sie eine wirklich praktische Nähmaschine konstruieren könnten, sie würden damit so viel Geld verdienen in einem Jahr, als sie könnten in fünfzig Jahren nicht mit dieser Schnitzenangelegenheit verdienen." So einen ähnlichen Satz soll auch einer zu Howe gesagt haben.

Wie sich doch die Legenden der armen Reichen gleichen. Ich spüle schon seit Jahren die Teller. Nichts!

Singer's Durst auf Macht, Ruhm und Vermögen - Eigenschaften, die er schon als Kind besaß - erstarkten und in nur 11 Tagen mit einem geborgten Kapital von $40 Dollar, für

die Materialkosten, konstruierte Singer seine Erfindung: die erste praktische Nähmaschine der Welt, "Singer's N° 1". Um Singers Beweggründe zu verstehen, eine Nähmaschine überhaupt zu konstruieren und das in nur 11 Tagen, kommen wir jetzt zu einem Kapitel in Singers Leben, das man heute als "Franz Beckenbauer Lifestyle" versteht. Vorab, ordentlich verheiratet, niemals Fremdgegangen, ein Kind oder mehrere groß gezogen, 6.30 Uhr am Arbeitsplatz gestanden, Sonnabends ein Bier, natürlich Nichtraucher, sollte diesen Raum lieber auslassen. Begeben Sie sich lieber gleich in Raum V, ist besser für Ihre Moral und Ethik!

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