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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

13.08.2003

Henry Maske traktierte Omas Nähmaschine
Das gute Stück hielt durch, denn es war von Veritas

Wittenberge 100 Jahre wäre das Nähmaschinenwerk in diesem Jahr geworden, wenn es die Wende überstanden hätte. Das Werk, in dem Tausende Wittenberger Arbeit fanden, produziert nicht mehr. Die Erinnerung an Veritas-Nähmaschinen, an die Produktionsstätte, die der Elbestadt über Jahrzehnte den Beinamen "Stadt der Nähmaschinen" gab, ist geblieben.

In Berlin existiert ein Veritasklub, geleitet vom ehemaligen Chef des Veritas-Klubhauses Lothar Wuttke. Die Klubmitglieder halten die Erinnerungen an das Klubhaus und an das Werk hoch. Der Klub ist dieser Tage auch Adressat zahlreicher Grußschreiben. Ehemalige Vertragspartner, Betriebe und Prominente richten ihre Schreiben an den Klub.

Darunter auch so berühmte wie der Box-Olympiasieger und Box-Weltmeister Henry Maske. In einem sehr liebenswürdig formulierten Brief schreibt Maske, dass die Nähmaschinenwerker dafür gesorgt haben, "dass nicht nur ich, sondern viele Menschen passende Kleidung am Leibe tragen." Damit aber nicht genug. Der namhafte Boxer kramt anlässlich des Werkjubiläums in seinen Erinnerungen: "Meine liebe Oma hatte so ein interessantes Modell in ihrer Küche stehen, was sehr häufig unbeaufsichtigt war. Ich als Kind hatte beim Umgang mit der Singer-Nähmaschine natürlich ganz andere Interessen, als den Rocksaum zu richten. für uns war es viel interessanten, das Schwungrad anzudrehen, permanent auf dem Fußtritt zu wippen und damit die Nadel in höchste Geschwindigkeiten zu versetzen. Nicht immer überstand die Nadel unsere rasante Fahrt. Da wir eine überaus ausdauernde und liebevolle Oma hatten, war ihr Ärger darüber meist von kurzer Dauer ..." Letztlich aber auch nur deswegen, meint der Box-Weltmeister, weil die Nähmaschine robuster war als die kindliche Ausdauer. Wer den Brief selbst nachlesen möchte, kann das tun im Internet unter www.veritaslounge.de.vu

Text: Barbara Haak

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 13.08.2003

Adaptation: Kathrin Raasch

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