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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

29.09.2003

Veritas-Maschinen wieder da

Familienunternehmen aus Heilbronn lässt in China unter dem Namen Veritas bauen

Wittenberge Es gibt wieder Veritas-Nähmaschinen. Die ersten zwei Exemplare unter dem traditionsreichen Markennamen wurden am Sonnabend nach Wittenberge gebracht.

Auf dem guten Mittelklassemodell prangt der Name Veritas - zwar noch nicht in der gewohnten Typographie, aber das kommt noch.

Peter Fischer, der mit der gleichnamigen Familienfirma aus Heilbronn den Markennamen erworben hat, brachte die beiden Maschinen nach Wittenberge, eine fürs städtische Museum und eine für den Prignitzer Landfrauenverein.

Der Name Veritas sei ihm schon in die Wiege gelegt worden, erzählte der Unternehmer. Durch die vom Vater 1945 gegründete Nähmaschinen-Vertriebsfirma sei ihm der gute Name Veritas schon als kleines Kind bekannt gewesen. "Wir haben immer nur Qualitätsprodukte vetrieben", erklärte Fischer, "und Veritas ist ein qualitätsbewusster Name".

Fischer lässt zwar in China produzieren, doch kommen 96 Prozent der Teile aus Deutschland. "In Deutschland werden mittlerweile überhaupt keine Nähmaschinen mehr hergestellt", erzählte der Unternehmer, obwohl etwa 500000 Stück pro Jahr verkauft werden. Für die Veritas-Maschine rechnet er mit einem europaweiten Absatz von 3000 bis 4000 Stück pro Jahr. Dr. Oliver Hermann, Museums- und Betriebsleiter des Kultur- Sport- und Tourismusbetriebes der Stadt, erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass das Wittenberger Nähmaschinenwerk im letzten vollen Produktionsjahr 1990 allein 400000 Nähmaschinen hergestellt hatte.

"Die Veritas-Maschinen werden wir nur über den Fachhandel vertreiben", nicht zuletzt auch, weil das Familienunternehmen sich ausdrücklich vom Handel mit Billigprodukten unterscheiden will. Selbstbewusstes Zeichen für den hohen Qualitätsstandard ist die fünfjährige Garantie, die das Unternehmen übernimmt. Die Maschinen werden, je nach Ausstattung des Modells, für 129 bis 999 Euro zu haben sein.

Dass sich so eine Anschaffung lohnt, davon konnten sich Petra Herbonn und Andrea Brüning vom Landfrauenverein gleich vor Ort überzeugen, als sie das Geschenk ausprobierten und feststellten, dass sich die 13-jährige Weiterentwicklung der Technik auch in leichterer Handhabung als bei den gewohnten Veritas-Maschinen widerspiegelt.

Lothar Wuttke, der Vorsitzende des Veritas-Klubs, in dem sich Mitglieder des einstigen regen und unkonventionellen Jugendklubs des Betriebes zusammengefunden haben, um die Tradition des Werkes zu bewahren, informierte, dass die Absicht bestehe, den Verkaufsstart der Nähmaschinen öffentlich im Wittenberger WEZ vorzunehmen. Rund um die Nähmaschine hat der Klub noch einige Überraschungen mit äußerst prominenten Veritas-Kennern parat.

Text: Rainer Dyk

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 29.09.2003

Adaptation: Andreas Coppeé

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