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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

16.12.2003

Auch Lagerfeld lernte auf Singer
Grußbotschaften im Jubiläumsjahr der Nähmaschine

Wittenberge/Berlin Der Veritasklub erhält im 100. Jubiläumsjahr nach der Betriebseröffnung immer noch zahlreiche Grußbotschaften.

So hat Johannes Heesters geschrieben, 1903 müsse ein guter Jahrgang gewesen sein, denn "wir feiern dieses Jahr beide ein rundes Jubiläum ... und wir arbeiten beide noch."

Gisela May beschreibt ihre alte, geliebte und viel benutzte Singer als immer noch funktionierendes Schmuckstück mit einem "mit Intarsien eingelegten Holztisch, und auch die Haube ist aus edlem Holz."

Der weitgereiste Journalist Gerd Ruge beschreibt, dass er Singer-Nähmaschinen in vielen Teilen der Welt gesehen habe, "zum Teil ganz alte, die fast Museumsstücke sind und dennoch funktionieren und Menschen bei ihrer Arbeit helfen."

Kabarettist Herbert Feuerstein hat gar ein Gedicht geschrieben:

"Einstmals nähte man per Finger, /stach sich blutig in die Hände. / Erst die Nähmaschin' von Singer / schaffte diesem Leid ein Ende. / Jubel hallt von Süd bis Norden, / dankbar alle Menschen sind. / Hundert Jahr alt ist's geworden / Wittenberges großes Kind."

Der jetzt in der Lutherstadt Wittenberg praktizierende Pfarrer und Publizist Dr. hc. Friedrich Schorlemmer schreibt: "Ich bin im Mai 1944 in einem Krankenhaus in Wittenberge geboren und habe in Wittenberge 1962 das Abitur gemacht. An zwei entscheidenden Stationen meines Lebens ist mir diese Stadt verbunden. Ich wünsche ihr, dass sie eine kulturelle, wirtschaftliche und politisch gedeihliche Zukunft bekommt."

Und der bekannte Cartoonist Uli Stein ließ das Jubiläumskind auf seine eigene Weise hochleben.

Besonders geehrt sei er über eine Grußadresse von Karl Lagerfeld, sagt Klubvorsitzender Lothar Wuttke. Schon Gabrielle "Coco" Chanel, bei der Lagerfeld das Modehandwerk erlernt hatte, habe ihre berühmte Kleidergarderobe auf einer "Singer" aus Wittenberge genäht. Im Gespräch mit Wuttke bestätigte Lagerfeld dies ausdrücklich und schrieb die prophetische Frage auf das Bild: "Was hätten wir ohne sie gemacht?" "Er hat sich sehr für das Werk interessiert und auch für das zukünftige Modemuseum in Meyenburg", übermittelte Wuttke. Der Veritasklub überreiche ihm noch die Nr. 3 der neuen Veritas-Nähmaschinen aus der Fischer Collection, mit der der Name wieder auflebt.

Wuttke informierte weiter darüber, dass die renommierte internationale Nähmaschinen-Zeitschrift "DNZ international" in der Ausgabe 6/2003 über das Jubiläum geschrieben hat. Den vierseitigen Beitrag "100 Jahre Nähmaschinenwerk und sein Veritasklub" habe Chefredakteur Peter Tönnishoff selbst verfasst. Außer im Zeitschriftenhandel ist die Zeitung auch im "Nähzentrum" von Kurt Weber zu erhalten.

Text: Rainer Dyk

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 16.12.2003

Adaptation: Kathrin Raasch

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