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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

30.04.2004

Regelmäßige Führungen / Ausstellung von Virginia Thiel / Broschüre zu 100 Jahre Nähmaschine

Uhrenturmsaison wird am 8. Mai eröffnet

Wittenberge Mit einem alten Ärgernis in Wittenberge soll endgültig Schluss sein: Da kann man sich noch so rühmen, die größte Uhr auf dem europäischen Festland zu verfügen, doch stets blieb das Wahrzeichen unzugänglich.

Oliver Hermann, Leiter des Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebes, kündigte gestern an, dass dieser Zustand endgültig der Vergangenheit angehören soll. Der Zustrom von Neugierigen im vergangenen Jahr, als der Uhrenturm anlässlich 100 Jahre Nähmaschine in Wittenberge erstmals von jedermann besichtigt werden konnte, habe gezeigt, welch großes Interesse an diesem einzigartigen Bauwerk bestehe. Der Uhrenturm auf dem Veritas Park stellt sich aus seiner Sicht als der wichtigste Turm für die Elbestadt dar, wichtiger als Kirchturm, Wasserturm oder Rathausturm. So eine Sehenswürdigkeit in einem "geschlossenen Zustand" sei einfach unerträglich gewesen.

Am 8. Mai soll nun die erste "Uhrenturm-Saison" um 14 Uhr offiziell eröffnet werden. Wie Oliver Hermann erklärte, sei dies sozusagen ein Gemeinschaftswerk des Veritas-Parks, insbesondere von Verwalter Ralf von Hagen, dem Freundeskreis Nähmaschine um Kurt Weber, dem Heimatverein sowie dem Stadtmuseum. Von jenem Wochenende an soll jeden ersten Sonnabend im Monat eine Führung durch den Turm stattfinden. Weitere Termine können über die Wittenberger Touristinformation vereinbart werden. Auf dem Veritas Park soll auch ein Hinweis für Touristen angebracht werden, wie sie eine Führung vereinbaren können. Eine Daueröffnung des Turmes sei nicht möglich, meinte Oliver Hermann, weil dies gleich mit Personal verbunden sei. Den Besuchern stehen fünf Etagen zur Verfügung. Diese enthalten die Ausstellungsbereiche Singer- sowie Veritas-Nähmaschinen, historische Fotografien aus der Geschichte des Werkes, eine künstlerische Ausstellung sowie in der letzten Etage das Turmcafé. Mit dem Beginn der Uhrenturmsaison wird am 8. Mai die Ausstellung von Virginia Thiel aus Karstädt eröffnet. Die vielseitige Hobbymalerin stellt ihre Bilder, die von Frauen- und anderen Porträts bestimmt sind, erstmals in Wittenberge aus. Oliver Hermann erhofft sich ein Anwachsen von Kultur um den Uhrenturm. So habe sich bereits die "Musikfabrik" angesiedelt.

Frank Stubenrauch, verantwortlicher Redakteur des "Wochenspiegels", stellte eine ganz neue Publikation vor. Darin sind die Grußadressen, die zu 100 Jahre Nähmaschine eingingen, zusammengetragen. Es ist schon erstaunlich, wer so alles eine besondere Beziehung zu Singer und Veritas hat. Es äußern sich Gisela May und Frank Schöbel, Karl Lagerfeld und Wolfgang Joop, Hans-Dietrich Genscher und Helmut Schmidt, Jürgen Fliege und Nina Hagen - um nur einige Beispiele zu nennen. Ein besonderer Dank für das Zustandkommen dieser Broschüre gilt der Jochen Mismahl GmbH & Co KG als Verwalter des Veritas Parks, dem Stadtmuseum, dem Freundeskreis sowie dem Veritasklub mit Lothar Wuttke an der Spitze. "Hier ist ein nettes Lesebuch entstanden", meinte Frank Stubenrauch, der die Redaktion der Broschüre übernommen hatte. Ab dem 8. Mai soll das Heft am Uhrenturm aber auch im Museum und in der Touristinformation zu erhalten sein. Wobei unbedingt auf eine Besonderheit hingewiesen werden muss. Beim Kauf am Uhrenturm ist ein Blatt eingelegt. Wer dies ausfüllt, nimmt an einer Verlosung am 2. Oktober teil. Der Gewinn wird eine "Veritas 2004" sein. Horst Podiebrad vom Heimatverein präsentierte auch einen Schlüsselanhänger in Form des Uhrenturmes. Dieses Souvenir kann am Uhrenturm, im Museum und in der Touristinformation erworben werden.

Text: Michael Beeskow

Nach oben  Medien, Märkische Allgemeine Zeitung, 30.04.2004

Adaptation: Nicolas Wendler

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