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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

26.11.2010

NEUERSCHEINUNG: 1340 "Veritasianer" in einem Buch

Wittenberger Klub bringt Publikation über das ehemalige Nähmaschinenwerk heraus

Wittenberge Nun gibt es das Wort schwarz auf weiß und die Spezies tatsächlich: "Veritasianer". So nämlich dürfen sich mindestens all jene nennen, die in das neueste Buch über das einstige Wittenberger Nähmaschinenwerk, herausgegeben vom Veritas-Klub, Eingang fanden. Das sind 1340 Personen, jeder vierte sogar mit einem Passfoto verewigt. Seit wenigen Tagen ist die 60 Seiten starke Hochglanz-Publikation zum stolzen Preis von 44,90 Euro in den Buchhandlungen der Elbestadt zu kaufen.

Die einstigen Beschäftigten, zum Ende waren es zirka 3000 Nähmaschinenwerker, hatten selbst an diesem bibliografischen Lexikon mitgewirkt. Etwa 600 ehemalige Mitarbeiter des Volkseigenen Betriebes, der ab 1955 Millionen Haushaltsnähmaschinen der Marke Veritas produzierte, meldeten sich über einen öffentlichen Aufruf bei Lothar Wuttke vom Herausgeberteam. Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Kurzbiografien, Bilder und Daten zur eigenen Person, zu Familienangehörigen oder Vorfahren, die im Nähmaschinenwerk bis 1992 tätig gewesen sind.

Weitere 300 Personen seien angesprochen worden, ob sie in das Buch aufgenommen werden wollten, berichtete Lothar Wuttke. "Nur durch diese großartige Unterstützung war der Klub in der Lage, dem Veritasianer ein ehrwürdiges Denkmal zu setzen", meinte Wuttke, einst selbst Nähmaschinenwerker und heute Culture-Manager in Berlin. In alphabetischer Reihenfolge findet man die Namen der Betriebsdirektoren ebenso wie die der Gewerkschaftsfunktionäre oder des Reinigungspersonals "auf gleicher Höhe".

Das erste Exemplar "Veritasianer" überreichte Wuttke der Wittenberger Stadtbibliothek. Der Grund: Diese Bibliografie sei nicht nur für Historiker und Wissenschaftler von Bedeutung, sondern in erster Linie für jene interessant, die jahrelang im Werk gearbeitet haben und sich ein Buch nicht gleich kaufen können.

Die Buchpremiere verband der Veritasklub mit der Verlosung einer Nähmaschine –einer Veritas-Nähmaschine, Jahrgang 2010. Der Unternehmer Peter Fischer erwarb vor Jahren alle Markenrechte und legte diese Maschine neu auf. Andrea Herms gewann das gute Stück.

Mit diesem Lexikon "Veritasianer" führte der Veritasklub seine Buchpublikationsreihe über das ehemalige Nähmaschinenwerk in Wittenberge fort. Schon vorab war die Neugier auf den sechsten Band äußerst groß. Wuttke rechnet mit der bislang höchsten Auflage eines Buches über und aus der Prignitz. Der vorangegangene Band, eine Bibliografie über Beschäftigte des Singer-Nähmaschinenwerkes von 1903 bis 1945 mit etwa 620 Namen, wurde 530 Mal verkauft.

Band Nummer 7 ist bereits in Planung. Er soll mit dem Untertitel "Kollektive" voraussichtlich im Herbst 2011 erscheinen.

Nach oben  Medien, Märkische Allgemeine Zeitung, 26.11.2010

Adaptation: Henry Kannus

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