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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

11.02.2014

Berühmtes Markenzeichen aus Wittenberge

Die ganze Geschichte über "Veritas"

Klub beteiligt sich mit Aufsatz über das Warenzeichen der Wittenberger Nähmaschinen an "Kulturland Brandenburg"

Wittenberge Der Veritasklub Wittenberge, der auf vielfältige Weise die Erinnerung an das Nähmaschinenwerk Wittenberge pflegt und dessen Geschichte aufarbeitet, hat einen Aufsatz über den legendären Warennamen "Veritas" verfasst. Der Artikel erscheint in dem Begleitband zum Themenjahr 2014 der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte.

Unter ihrer Dachmarke "Kulturland Brandenburg" lädt die gemeinnützige GmbH jedes Jahr mit einem neuen Thema dazu ein, die kulturelle und regionale Vielfalt sowie das historische Erbe Brandenburgs zu entdecken.

Das Motto 2014 lautet "Preußen – Sachsen – Brandenburg". "Dazu können wir als Klub einen speziellen Beitrag leisten", erklärt im Gespräch mit dem "Prignitzer" dessen Chef Lothar Wuttke. Denn der Name Veritas, den das mit der Wende geschlossene Wittenberger Traditionswerk seit 1955 trug, stammt aus Sachsen. Wuttke sagt: "Auf die Idee, das lateinische Wort für Wahrheit, also Veritas, für eine neuentwickelte Nähmaschine zu verwenden, kam der Sachse und Deutschlands erster Nähmaschinenfabrikant Friedrich August Clemens Müller. Warum genau dieser Name, das konnten uns die noch lebenden Nachfahren von Clemens Müller auch nicht sagen." Eine Erklärung wäre laut Wuttke die, dass Friedrich August Clemens Müller gern nach Meißen zu den Weinbauern fuhr, von wo er seinen Hauswein "In Vino Veritas" bezog.

Bekannt ist, dass am 1. Oktober 1894 der Name "Veritas" beim deutschen Patentamt für eine Nähmaschine registriert wurde. Wuttke weiß: "Die Rechte auf diese Marke gingen nach dem Zweiten Weltkrieg, am 2. Oktober 1955, auf das Nähmaschinenwerk Wittenberge über." Bis dahin hatte das Werk seit Kriegsende unter Textima firmiert. Der Veritasklub kann aber nicht nur auf diese eine Verbindung zwischen Brandenburg und Sachsen verweisen. Denn auch der Produktname Naumann für Wittenberger Nähmaschinen stammt aus Sachsen. "Kurze Zeit nach 1955 erwarb man auch das Warenzeichen bzw. den Markennamen von Bruno Naumanns Nähmaschinen. Für den Erwerb des Warenzeichens 'Naumann' bezahlte der VEB Nähmaschinenwerk Wittenberge unter anderem rund 70.000 DM an den VEB Schreib- und Nähmaschinenwerke Dresden." Aus den bisherigen Wittenberger Textima-Erzeugnissen sind die Veritas/Naumann-Produkte geworden.

Wenn am 23. Februar die 10. Potsdamer Geschichtsbörse im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte stattfindet, "wird unser Klub dort erstmals umfassend die Geschichte des Warenzeichen 'Veritas' vorstellen", kündigt der Vereinschef an. Denn auch die Jubiläumsbörse steht unter der Überschrift "Nachbarschaften: Brandenburg – Preußen – Sachsen".

Es ist das vierte Mal, dass sich der Veritasklub mit einem eigenen Stand an der Geschichtsbörse beteiligt. "Wir werden dort nicht ausschließlich unsere Klubinteressen vertreten", betont Wuttke. Wie bereits bei den voran gegangenen Börsen nimmt der Klub Materialien aus Wittenberge mit, "die für Touristen interessant sein können". Mit im Gepäck wird also auch der Touristenführer 2014 sein.

Text: Barbara Haak

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 11.02.2014

Adaptation: Henry Kannus

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