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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

06.06.2015

Es geht weiter: filmische Doku folgt der Edition

Veritasklub übergab erstes Exemplar des 10. Bandes über das Nähmaschinenwerk dem Heimatverein Breese

Groß Breese Ein Andrang herrschte zum adventlichen Nachmittag im Gemeindezentrum Groß Breese. Der Heimatverein Groß Breese/Breese/Kuhblank lud in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinde, Feuerwehr Breese, und Ortsverein ein. Das volle Haus hatte noch einen ganz besonderen Grund. Viele Ehemalige vom Nähmaschinenwerk Wittenberge fanden sich ein. Denn die feierliche Übergabe des ersten gedruckten 10. Bandes der Buchedition über die Traditionsfabrik, der zugleich der letzte ist, an den Heimatverein stand an. Es ist Tradition, dass der Veritasklub e. K. als Herausgeber, das jeweils erste Druckexemplar an eine Einrichtung bzw. ein Gremium, wie an die Stadt, die Stadtverordnetenversammlung Wittenberge oder den Landkreis übergibt.

"Als mich Herr Wuttke Ende des vergangenen Jahres anrief, ging mir gleich durch den Kopf, dass er irgendwelche Fotos, Dokumentationen benötigt. Ich wusste ja, dass es diese Edition gibt", sagte die Vorsitzende des Heimatvereins, Silke Last. Mit der Singersiedlung für Angestellte und Arbeiter sowie der Villa in Breese, dem Schützenplatz in Groß Breese und dem Jagdhaus in Kuhblank gibt es so einiges, das in Verbindung mit dem Nähmaschinenwerk steht. Und das ist der Grund, warum dem Heimatverein diesmal die Ehre zuteil wurde. "Das macht mich stolz", so Silke Last.

Der 10. Band trägt den Titel "Revival", das nichts anderes als Wiederbelebung bedeutet. Im Vorwort heißt es: "Wir haben den Titel bewusst ausgewählt. Das Kapital ist in der Lage, jede Kirche im Dorf und jedes Schloss, ob es gebraucht wird oder nicht, wieder aufzubauen. Vielleicht wird ja auch das Nähmaschinenwerk mal wieder saniert." Diese Edition schildert nicht nur den allmählichen Zerfall einer imposanten Traditionsfabrik, sondern auch den dadurch bedingten Niedergang im gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Leben einer Stadt – illustriert mit beeindruckenden Bildern. Es ist in jeder Buchhandlung erhältlich oder per Internet über den Veritasklub (www.nähmaschinenwerk.de)

"Wenn mich heute noch mal einer fragen würde, würde ich es nicht mehr machen. Es kam uns viel Negatives entgegen. Die Anfänge waren sehr schwer. Besonders auch der vierte Band über die Liquidation", erinnert sich der Vorsitzende des Veritasklubs und ehemalige Nähmaschinenwerker Lothar Wuttke. Aber im gleichen Zuge ist er stolz auf die letzten rund 15 Jahre. Die Zeit benötigten alle Beteiligten, um dieses imposante zehnbändige Werk über die legendäre Geschichte des ehemaligen Singer/Veritas Nähmaschinenwerkes in die Wege zu leiten, zu recherchieren, zusammenzustellen und zu Ende zu bringen. "Wenn man heute die volle Hütte hier sieht, dann macht das natürlich stolz", so Wuttke am Sonnabend, der noch ein anderes besonderes Präsent an den Heimatverein übergab: Eine der ersten computergesteuerten Nähmaschinen, die den Namen "Veritas" trägt und erst vor zwei Monaten auf den Markt kam.

Wuttke verkündete zugleich: "In den nächsten Monaten werden wir kürzer treten, aber ein Ende soll der Abschluss der Buchedition nicht sein." Er plant bereits das nächste Projekt. Eine 90-minütige Fernsehdokumentation im MDR über "sein" Nähmaschinenwerk. Und da hat er noch einen ganz privaten Wunsch: "Ich möchte endlich ins Treuhandarchiv, um den wirklichen Grund der Liquidation zu erfahren. Da schweigt sich jeder aus."

Text: Lars Reinhold

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 06.06.2015

Adaptation: Henry Kannus

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