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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

15.07.2015

Schweizer bauen Veritas zu Top-Marke aus

Das Nähmaschinenwerk in Wittenberge steht derzeit wieder davor, eine internationale Marke zu werden. Erste Gespräche der Firma Crown Limited mit Vertretern des Veritasklubs Wittenberge habe es bereits gegeben. Aktuell gebe es mit dem Nähmaschinenmodell "Alina" einen Verkaufsschlager, der weltweit vermarktet werden soll.

Wittenberge - Im Nähmaschinenwerk "Veritas" in Wittenberge gingen vor knapp 25 Jahren die Lichter aus. Doch die Marke könnte bald in neuem Glanz erstrahlen. Vielversprechende Gespräche in dieser Richtung führten kürzlich Abgesandte der Firma Crown Limited mit den Vertretern des Veritasklub in Wittenberge, wie dessen Vorsitzender Lothar Wuttke mitteilt.

Crown Limited ist wiederum eine Tochterfirma der schweizerischen Bernina AG. Dieser Holding gehören die Markenrechte an klangvollen Namen aus der Welt der Nähmaschinen: Naumann, Carina, Toyota und eben "Veritas" befinden sich im Besitz des Unternehmens. Als vor etwa einem halben Jahr die erste "Veritas"-Computernähmaschine der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, konnte niemand ahnen, wie erfolgreich sich die in Asien produzierte Technik unter dem traditionsreichen Namen auf dem deutschen Markt schlagen würden. Lothar Wuttke vom Veritasklub spricht von einem "Verkaufsschlager für Deutschland". "Alina" wie das "Veritas"-Modell der neuesten Generation heißt, habe sich so gut verkauft, dass die Schweizer die Maschinen dieses Namens weltweit vermarkten möchten.

Ein erstes Sondierungsgespräch dazu fand an historischem Ort statt, dem Veritaspark, wo bis 1991 Nähmaschinen "Made in GDR" für die ganze Welt produziert wurden. "Die Schweizer waren sich bewusst, dass dieser Erfolg nur durch die hervorragende Arbeit der Wittenberger Nähmaschinenbauer erzielt werden konnte", sagt Lothar Wuttke. "Veritas"-Maschinen genießen noch heute einen hervorragenden Ruf vor allem in Osteuropa. Daher seien verschiedene Möglichkeiten besprochen worden, wie man den Ruf Wittenberges als Stadt der Nähmaschinen für eine erfolgreiche Vermarktung der in Asien produzierten Geräte nutzen könne.

Ein endgültiges Ergebnis habe man noch nicht erzielt, doch sollen die Verhandlungen während der Internationalen Funkausstellung in Berlin fortgesetzt werden. Den Prignitz-Aufenthalt nutzten die Schweizer für Abstecher ins Stadtmuseum mit seiner umfangreichen Nähmaschinenausstellung.

Text: Andreas König

Nach oben  Medien, Märkische Allgemeine Zeitung, 15.07.2015

Adaptation: Henry Kannus

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