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31.03.2018

Elbestadt hat bald ein Singer-Hotel

Unternehmer Lutz und Jan Lange lassen die Pension am Festspielhaus derzeit umgestalten.

Wittenberge Die Stadthistorie für den Tourismus nutzen – diese Strategie ist nicht neu. Aber Hotelier Lutz Lange und sein Sohn Jan wollen dieses Motto mit neuem Leben füllen. "Wir machen aus der Pension am Festspielhaus ein Singer-Hotel", bringt es Lutz Lange, dem das Haus gehört, auf den Punkt.

Der Grundgedanke ist einfach. "Wir haben ein schönes Haus in bester Innenstadtlage und können das mit einer Geschichte verbinden", so Lange. Das habe sich mit dem Ölmühlgelände in ähnlicher Form bereits bewährt, wo es neben einem Hotel und einem Restaurant auch selbst gebrautes Bier und verschiedene Freizeitangebote wie Klettern oder Tauchen gibt. "Wittenberge ist eng mit Veritas und Singer verbunden. Das möchten wir auch den Besuchern näher bringen", sagt Lutz Lange.

Derzeit laufen schon die Umbauarbeiten in der Pension in der Friedrich-Ebert-Straße. Neue Böden in Holzoptik und Teppiche sind verlegt, die Wände in den Zimmern wurden mit leicht schimmernden Tapeten beklebt, die an die Gründerzeit erinnern sollen. Und der Stuck wurde überall deutlich herausgearbeitet. "Es soll wie eine Zeitreise für die Gäste sein. Sie sollen sich in die Periode um 1900 zurückversetzt fühlen." Geplant ist auch, nach Ostern die Fassade des mit zwölf Zimmern und 24 Betten ausgestatteten Hauses thematisch zu gestalten. "Es wird sich um ein großes Schaubild handeln. Wie genau es aussieht, kann ich noch nicht sagen. Aber es wird wohl eine Nähmaschine. Wir bekommen dabei Hilfe von der Gestalterin, die uns auch schon bei den 59 Thesen für die Ölmühle unterstützt hat", sagt Lutz Lange.

Mit im Boot ist auch der Veritasklub Wittenberge. Dessen Vorsitzender, Lothar Wuttke, hat sich mit Lutz und Jan Lange bereits getroffen. "Es ist schön, dass Singer in Wittenberge gewürdigt wird. Mir hat die Idee gleich gefallen", sagt Lothar Wuttke. Von Nähmaschinen über historische Fotos und andere Exponate soll das Haus Geschichte zum Anfassen und Ansehen bieten. Dazu gehört auch eine kleine, rote Spielzeug-Nähmaschine, die Lutz Lange vom Veritasklub bekommen hat.

Diese bildet zufällig eine Brücke zu einem anderen Projekt des Unternehmers, das in Sonneberg (Thüringen) sehr erfolgreich ist. "Dort habe ich in einer ehemaligen Schule ein Spielzeug-Hotel eingerichtet. Von Gesellschaftsspielen über Puppen bis zu Kuscheltieren gibt es alles, weil die Stadt eine Spielzeugtradition hat." So gab es 1880 in und um Sonneberg 321 Spielzeugfirmen. Heute sind noch etwa 300 Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen der Spielzeugbranche tätig, wie es auf der Internetseite der Stadt heißt. Dort entstand die Idee, ein thematisches Hotel auch in Wittenberge einzurichten.

Eine sechsstellige Summe investiert Lutz Lange in den Umbau. Dazu gehören auch vier Ferienwohnungen in einem Nebengebäude, wodurch die Kapazität um 16 Betten erhöht wird. Derzeit wird die Pension am Festspielhaus viel von Tagungsteilnehmern der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung genutzt. Doch schon bald sollen sich auch mehr Tagestouristen und Urlauber in das dann neue Hotel Garni einfinden, hofft Lutz Lange.

Text: Reik Anton

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 31.03.2018

Adaptation: Björn Ruder

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