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Offizielle Seite des Nähmaschinenwerkes Wittenberge

 

04.05.2019

Veritas für Gefängnis und Schule

Heutiger Eigentümer des ehemaligen Nähmaschinenwerks, Produzent und Veritasklub spenden Nähmaschinen nach Paraguay.

Wittenberge Rund 11 000 Kilometer liegen zwischen dem Veritas-Park in Wittenberge und Limpio, einer Stadt nördlich der paraguayischen Hauptstadt Asunción. Sechs Veritas-Nähmaschinen werden in diesem Monat auf eine lange Reise dorthin gehen. Ziele sind eines der dortigen Frauengefängnisse und eine Schule. Marcus Tröger, Geschäftsführer der KBMI Primus Grundbesitz GmbH& Co. KG aus Leipzig als Eigentümer des Wittenberger Veritas-Parks, spendet gemeinsam mit der Schweizer Firma Crown Technics und dem Veritasklub diese Exemplare des Modells Sarah. "Wir wollen etwas Gutes tun. Mit den Maschinen erlernen die inhaftierten Frauen während ihrer Zeit im Gefängnis das Nähen. Später haben sie in Freiheit die Möglichkeit, für sich selbst zu sorgen und können gleichzeitig wieder in das gesellschaftliche Leben integriert werden", erklärt Marcus Tröger gegenüber unserer Redaktion. Und auch für die Kinder in der Schule seien die Nähmaschinen eine Bereicherung für den Unterricht.

Das Schweizer Unternehmen Crown Technics ist der Hersteller der Nähmaschinen, das sich die Rechte am Namen "Veritas" vor einigen Jahren sicherte.

Doch wie kamen die Beteiligten auf die Idee, Nähmaschinen nach Paraguay zu senden? Marcus Trögers Vater unterhalte seit vielen Jahren geschäftliche Beziehungen in das Land auf dem südamerikanischen Kontinent. Vor Jahren habe dieser selber mal eine Nähmaschine für ein Frauengefängnis gespendet. "Für dieses Geschenk erhielt mein Vater positives Feedback." Anfang dieses Jahres kamen Vater und Sohn zufällig auf das Thema zu sprechen. Diesmal jedoch unter anderen Voraussetzungen. Als Geschäftsführer ist Marcus Tröger doch seit rund eineinhalb Jahren verantwortlich für das ehemalige Nähmaschinenwerk in der Elbestadt. "Sofort entstand die Idee, weitere Nähmaschinen zu spenden", so Marcus Tröger, der dies als Privatperson tut.

Lothar Wuttke vom Veritasklub stellte für ihn den Kontakt zum heutigen Veritas-Produzenten Crown Technics her und war ebenfalls von der Aktion überzeugt: "Wir empfinden es als gute Sache, Frauen und Kindern zu helfen", bestätigt er unserer Zeitung. Ebenso wie das Schweizer Unternehmen. "Managing Director Damian Kramer war sofort begeistert von der Idee", berichtet Tröger.

Derzeit befinden sich die Nähmaschinen noch im Veritas-Park. Sie sind bereits sicher verpackt und bereit für die lange Reise. Jetzt geht es für sie erst auf den Weg nach Österreich. Von dort dann auf eine mehrwöchige Reise mit einem großen Containerschiff in Richtung Paraguay. Mit dabei ist auch eine spanische Bedienungsanleitung. "Damit die Frauen und Kinder einfacher die Maschinen bedienen können."

Text: Paul Grotenburg

Nach oben  Medien, Der Prignitzer, 04.05.2019

Adaptation: Björn Ruder

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